Mit dem nun kolportierten Eröffnungstermin für Stuttgart 21 im Jahr 2030 oder noch später wird das Versagen der Projektbetreiber*innen so offenkundig wie nie. Das ist eine weitere Bankrotterklärung und zeigt einmal mehr, dass dieser Milliardenmurks einfach nicht funktioniert. Die Digitalisierung der Signaltechnik scheitert schon an den passenden Kabelkanälen: Die Bahn muss falsch verbaute Kabelschächte entfernen und neue einbauen – von einem funktionierenden Signalsystem ist Stuttgart 21 Lichtjahre entfernt. Die Unfähigkeit der Bahn AG zeigt sich aber auch abseits der Digitalisierung: Das Technikgebäude für den S21 Tiefbahnhof ist zu klein geplant, bei der Erstellung der Bahnsteige wurden Baufehler gemacht und bei der Umsetzung der Brandschutzanlage ebenfalls. Die geballte Inkompetenz der Projektverantwortlichen kostet die Steuerzahler*innen weitere Milliarden, die Zumutungen für die gleichermaßen unverdrossenen wie todesmutigen Bahfahrer*innen nehmen kein Ende. Deutschlands dümmstes Bahnprojekt belastet Stuttgart weitere Jahre – ein Ende von Baustellenwahnsinn und Zumutungen ist nicht in Sicht. Angesichts dieser unklaren Perspektive muss die Bahn jetzt den Kopfbahnhof modernisieren, um die Zumutungen zu reduzieren.
Und der Widerstand gegen das Projekt Stuttgart 21 bleibt auch nach vielen Jahren stabil. Am Montag, den 30. März 2026 findet auf dem Schlossplatz ab 18 Uhr die sage und schreibe 800ste Montagsdemo gegen S21 statt. Mit Heiner Monheim, Katharina Keil und Timo Brunke treten drei prominente Redner*innen auf. Moderiert wird die Demo von Angelika Linckh.




