Im Doppelhaushalt 26/27 wurden beim Stadttaubenprojekt 152.000€ jährlich eingespart, wir fragen deshalb und bitten nach § 27 Abs. 4 der Geschäftsordnung des Gemeinderats der Stadt Stuttgart um schriftliche Antworten innerhalb der nächsten vier Wochen:
- Wie viel Geld fließt noch aktiv in den Taubenschutz?
- Um wie viel Prozent wurde der Etat gekürzt?
- In welchem Bereich fehlt das gesparte Geld jetzt? (Personal, Instandhaltung, Ausbau etc)?
- Inwiefern ist der Taubenschutz von der Neubesetzungssperre und Personalentlassungen betroffen?
- In welchen Intervallen werden Taubenschläge, Nistwände und Taubenwägen nun versorgt?
- Wird es den Abbau von Standorten geben?
- Kann das Augsburger Modell noch in angemessenem Maße eingehalten werden?
- Funktioniert der Austausch der Taubeneier durch Gipseier noch immer wie bisher?
- Wären Sonderregelungen wie, z.B. mehr betreute Futterstellen, eine Entlastung für die Verwaltung? (Sowohl finanziell als auch personell)
- Gab es in der Vergangenheit unregelmäßige Personalanstellungen? Wenn ja, wie sind diese zustande gekommen?
- Wann wurde der letzte Bestand der Tauben erfasst, mit welcher Methode und zu welchem Zeitpunkt/in welchem Zeitraum?
- Wer ist Ansprechperson für das Thema Stadttauben für die Stadtgesellschaft?
- Welche Personalstellen und Mittel braucht die Verwaltung, um das Thema bestmöglich und kontinuierlich aufrechtzuhalten?
Begründung:
Taubenschutz ist ein zentrales Thema der Stadtgesellschaft, auch wenn es oft kleingeredet wird. Aber nicht nur aufgrund des großen Spaltungspotenziales, sondern auch aufgrund von Tierschutz, juristischer Verantwortung und Sauberkeit unserer Stadt muss der Taubenschutz und das Augsburger Modell eine zentrale Rolle spielen. Hinter dem Augsburger Modell verbirgt sich folgendes Konzept: Die Stadt errichtet Taubenschläge, die von geschultem Personal betreut werden. Zentraler Punkt ist, dass die von den Tauben gelegten Eier umgehend durch Gipseier ersetzt werden, wodurch die Taubenpopulation nachhaltig und tierschutzgerecht kontrolliert und reduziert werden kann. Ebenfalls zentraler Bestandteil des Konzepts ist, dass die Tauben mit artgerechtem Futter versorgt werden.




