Tierleid beim Volksfestumzug beenden – finanzielle Anreize streichen!

Wir beantragen,

  1. Die Stadt und die Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart werden aufgefordert, auf den Schweinetrieb beim Cannstatter Volksfestumzug am 27. September 2026 zu verzichten
  2. Die Stadt und die Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart werden aufgefordert, die finanziellen Anreize in Höhe von 250 Euro pro Festwagen, beenden.
  3. Die Stadt und die Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart werden beauftragt, den Cannstatter Volksfestumzug ab dem Jahr 2027 vollständig ohne lebende Tiere zu gestalten.
  4. Die organisatorische und finanzielle Unterstützung von Stadt Stuttgart sowie der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart für den Cannstatter Volksfestumzug wird künftig von einem tierfreien Vernastaltungskonzept abhängig gemacht. Ohne tierfreie Veranstaltung kein öffentliches Geld!
  5. Die Stadt und die Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart legen der Öffentlichkeit Temperatur- Wetter- und Abbruchkriterien für jede Tierbeteiligung am Cannstatter Volksfestumzug vor.

 Begründung:

Der traditionelle Cannstatter Volksfestumzug soll am 27. September 2026 ab 11 Uhr erneut stattfinden. Unter den 105 geplanten Darbietungen finden sich einige, in denen Tiere zur Schau gestellt werden, wie etwa der Schweinetrieb.

Der Volksfestverein begünstigt Gruppen mit Festwagen – diese dürfen nach dem Regelwerk ausschließlich von Pferden, Kühen, Ochsen, Ziegen und anderen Tieren gezogen werden oder von historischen Traktoren mit Baujahr vor 1960. Hier werden offenbar finanzielle Anreize in Höhe von 250 Euro gesetzt, wenn ein Festwagen von Tieren gezogen werden, wie aus den Unterlagen zur Anmeldung des Volksfestvereins zu entnehmen ist.

Für die eingesetzten Tiere beim Volksfestumzug bedeutet das: Lärm, ungewohnte Umgebung, lange Wartezeiten, Transport, große Menschenmengen, Lautsprecherdurchsagen und eine rund vier Kilometer lange Strecke. Dies sind aus unserer Sicht vermeidbare und unnötige Belastungen und mit dem Tierwohl nicht vereinbar. Besonders deutlich wird dies beim Schweinetrieb: hier werden Schweine durch den öffentlichen Straßenraum getrieben – und dies nur zu Unterhaltungszwecken und der Wahrung der Tradition. Eine artgerechte Haltung ist diese Situation für die betroffenen Tiere sicherlich nicht.

Ein Volksfestumzug kann auch ohne die Zuschaustellung von Tieren Tradition und Geschichte vermitteln. Die Gesamtkosten des Umzugs liegen bei 120 000 Euro – davon übernimmt die Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart allein 66 000 Euro. Aus unserer Sicht hat die Stadt und die Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart die Möglichkeit, alle künftigen Cannstatter Volksfestumzüge tierfrei zu gestalten und damit vermeidbares Tierleid zu verhindern. Wir setzen uns dafür ein, dass ab 2027 keine Tiere mehr beim Volksfestumzug zur Schau gestellt werden.

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