Einsatz der Spionage-Software Palantir: Sind neben der EnBW auch die Stuttgarter Stadtwerke betroffen?

Der Einsatz der Palantir-Software bei dem börsennotierten Energiekonzern EnBW stößt bei der Fraktion Linke SÖS Plus auf scharfe Kritik: „Die EnBW hat offenkundig überhaupt kein Gespür, aus wessen Händen diese Software stammt: Der Palantir-Gründer und Milliardär Peter Thiel ist in der Vergangenheit mehrfach durch antidemokratische Haltungen aufgefallen und ist eingefleischter Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Dass die EnBW diese Software bereits seit 2019 einsetzt und den Vertrag jüngst bis zum Jahr 2030 verlängert hat zeigt, dass der Energiekonzern mangelndes politisches, soziales und gesellschaftliches Gespür in der Führungsetage hat“, kritisiert Fraktionssprecherin Johanna Tiarks (Die Linke).

„Durch die Verflechtungen über die EnBW-Tochter Netze BW zu den Stuttgarter Stadtwerken und den stadteigenen Stuttgart Netze stellt sich die Frage, ob hier auch sensibel Daten über Palantir abgeflossen sind – das muss jetzt dringend öffentlich aufgeklärt werden“, fordert Fraktionssprecher Hannes Rockenbauch (SÖS). „Es ist unsere Aufgabe, alle Kund*innendaten der Stadtwerke vor dem Zugriff von Palantir zu schützen. Wir fordern die EnBW auf, die Zusammenarbeit mit Palantir umgehend zu beenden“, so Rockenbauch weiter.

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