Aktuell leiden wieder unzählige Bahnreisende unter der für Stuttgart 21 nötigen Stammstreckensperrung bei der S-Bahn. Diese neue Episode in Deutschlands erstem und einzigen Reallabor zur Digitalisierung eines kompletten Bahnknotens wird nicht die letzte sein. Mit der verschobenen S21-Inbetriebnahme geht das Bahn-Chaos für mindestens weitere sieben Jahre in die Verlängerung.
Doch die aktuelle Streckensperrung zeigt auch: Zum Glück steht der Kopfbahnhof und die Panoramabahn zur Verfügung.
Das zeigt einmal wieder: Während S21 wegen der gescheiteten Digitalisierung in der Schwebe hängt, bleibt die Konstante der Kopfbahnhof. Dass die Bahn AG weiter hunderte Million in die Sanierung des Kopfbahnhofes stecken wird, eröffnet neue Möglichkeiten.
Ein Bahnhof mit Zukunft nach Züricher Vorbild ist für Stuttgart eine reale Option mit klaren Vorteilen: Statt nicht funktionierenden digitaler Technik wird auch in Zukunft ein modernisierter Kopfbahnhof die nötige Leistung im Regionalverkehr bringen. Durch die Reduktion auf mögliche Durchbindungen von Fernverkehrszügen entspannt sich das ganze Betriebsprogramm im Tiefbahnhof. Die Milliarden für die dritte Ausbaustufe des Digitalen Knotens können genauso wie der unsinnige Pfaffensteigtunnel eingespart werden.
Aber auch für die inzwischen in weite Ferne gerückte Phantasie eines Rosensteinviertels bieten sich reale Alternativen im hier und jetzt. Durch die Rückabwicklung des Grundstückkaufs mit der Bahn bekäme Stuttgart über eine Milliarde Euro zurück. Genug Geld um sofort Flächen wie den neuen Stöckach oder das Schöttle Areal zu entwickeln.




