Wir beantragen,
- Die Ziffer 1 der Beschlussvorlage 0671/2026 BV wird gestrichen und durch folgende Formulierung ersetzt: „Der Gemeinderat stimmt dem Erhalt und Sanierung der Hanns-Martin-Schleyer-Halle im Grundsatz zu.“
Begründung:
Der Bausektor in Deutschland ist für rund 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. 90 Prozent des Ressourcenverbrauchs von mineralischen bzw. nicht nachwachsenden Rohstoffen werden durch den Bau- bzw. Immobiliensektor verursacht. Der Bau- und Abrissmüll macht etwa 55 Prozent des gesamten deutschen Abfallaufkommens aus. Allein diese Fakten machen deutlich, dass Abriss-Neubau-Projekte in Zeiten des dramatisch fortschreitenden Klimawandels vollkommen aus der Zeit gefallen sind. Bei der Schleyerhalle handelt es sich zudem um ein Gebäude, welches im September 2026 seinen 43. Geburtstag feiert. Zu behaupten, dieses Gebäude neige sich dem Ende seines Lebenszyklus, überzeugt nicht. Stuttgarts ältestes Gebäude stammt aus dem Jahr 1393 – und ist somit 633 Jahre alt. Nach dieser Logik hätte dieses Gebäude schon sehr, sehr oft abgerissen werden müssen.
Die Stadt Stuttgart will, nach dem Beschluss des Gemeinderats aus dem Jahr 2022 spätestens im Jahr 2035 klimaneutral sein. In diese Logik passt ein Abriss-Neubau-Projekt dieser Dimension nicht hinein. Der Neubau einer neuen Sport- und Konzertarena würde enorme Mengen CO2 emittieren – ein CO2 Budget, was die Stadt bis 2035 nicht mehr hat.
Aus diesen Gründen lehnen wir den Abriss-Neubau der Schleyerhalle entschieden ab und setzen uns für eine Sanierung der Halle ein.




