Volksfestumzug tierfrei – der Cannstatter Volksfestverein kann die Kritik nicht entkräften

Die Fraktion Linke SÖS Tierschutz hat mit einem Antrag am 13. Juli 2026 gefordert, dass der Volksfestumzug schrittweise ohne lebenden Tiere stattfinden soll. „Wir wollen damit ein Zeichen setzen, dass Tradition, kulturelles Erbe auch ohne Tierleid umsetzbar und sichtbar sind“, betont Stadtrat Dennis Landgraf (Tierschutzpartei).

Zwei Tage nach Antragstellung hat der Cannstatter Volksfestverein eine Stellungnahme an die Fraktion geschickt mit der Forderung, den Antrag zurückzuziehen. „Mit dem Antrag haben wir eine öffentliche Debatte über Tierleid bei öffentlichen Veranstaltungen in Gang gesetzt – die Forderung des Volksfestvereins, den Antrag zurückzuziehen ist deshalb aus unserer Sicht vollkommen abwegig“, sagt Stadträtin Manja Reinholdt (Die Linke).

„In der Stellungnahme des Volksfestvereins wurde unsere Kritik an der Zurschaustellung von Tieren und dem damit verbundenen Tierleid an keiner Stelle entkräftet. Der Verweis auf die Haltungsbedingungen der Tiere, die am Volksfestumzug teilnehmen sind, sind eben nicht Gegenstand der Kritik gewesen. Die Teilnahme der Tiere an dem Umzug erzeugt das Tierleid“, sagt Dennis Landgraf.

„Wir erwarten vom Volksfestverein, dass er die Kriterien unter welchen Umständen die Tiere am Umzug teilnehmen, öffentlich bekannt gibt. Es muss klar sein, welche äußeren Bedingungen für die Tiere vom Volksfestverein als unzumutbar angesehen werden. Diese Transparenz ist Grundvoraussetzung für die Debatte um das Tierleid“, so Manja Reinhodt abschließend.

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