Neue Landesregierung schließt vorzeitige Kappung der Gäubahn vor Inbetriebnahme von Stuttgart 21 aus

Seit dem Jahr 2019 hat die Fraktion Die Linke SÖS Plus gefordert, dass es keine Kappung der Gäubahn geben darf und die Verbindung Singen/Zürich durchgehend über den Hauptbahnhof bestehen muss. „Im Stuttgarter Rathaus hat das weder Verwaltungsspitze noch die Mehrheit des Gemeinderats verstanden und unsere insgesamt fünf Anträge zu dem Thema immer abgelehnt“, kritisiert Fraktionssprecher Hannes Rockenbauch (SÖS).

„Die neue Landesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag klar dazu bekannt, dass eine Unterbrechung der Gäubahn nicht akzeptabel ist. Damit hat das Land mehr Weitsicht bewiesen als die Mehrheit im Stuttgarter Gemeinderat, die krampfhaft an der Fata Morgana Rosenstein festhalten will“, so Rockenbauch weiter.

Im heute vorgestellten Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung ist auf Seite 114 zu lesen: „Eine Unterbrechung der Direktanbindung Singen/Zürich vor Inbetriebnahme von Stuttgart 21 darf es nicht geben.“

„Damit hat das Projekt Rosenstein jede Perspektive auf Realisierung verloren. Die Planungsaktivitäten und die Geld- und Ressourcenverschwendung für Rosenstein müssen umgehend eingestellt werden – wir haben im Haushalt eine Umschichtung der Mittel gefordert und mit einem Innenentwicklungsturbo eine Idee vorgelegt, wie schnell innerstädtisch bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann“, sagt Fraktionssprecherin Johanna Tiarks (Die Linke)

„Für uns war immer klar, dass es keine Unterbrechung der Gäubahn geben darf. Das Klimakiller-Projekt Pfaffensteigtunnel wird keine Lösung für die Gäubahn sein – die Gelder müssen für den längst überfälligen zweispurigen Ausbau der Gäubahn und die Sanierung der Panoramabahn ausgegeben werden“, so Tiarks abschließend.

Teilen