Wir beantragen,
- Der Gemeinderat fordert den Oberbürgermeister Frank Nopper auf, den Appell vom 27. Februar 2026 der Oberbürgermeister der Städte Böblingen, Herrenberg, Horb am Neckar, Konstanz, Rottenburg, Rottweil, Singen, Tuttlingen und Villingen-Schwenningen zu unterzeichnen. Die Bürgermeister fordern: „Angesichts der erneuten Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 fordern die Oberbürgermeister der Städte entlang der Gäubahn, dass die Gäubahn mindestens bis zur tatsächlichen Eröffnung des Tiefbahnhofs weiterhin direkt an den Stuttgarter Kopfbahnhof angebunden bleibt. Eine vorzeitige Kappung der bestehenden Verbindung ist aus Sicht der Kommunen nicht akzeptabel.“
Begründung:
Die Anzeichen, dass die geplante Inbetriebnahme von Stuttgart 21 nicht vor dem Jahr 2030 geschehen könnte, haben sich in den letzten Tagen durch eine Berichterstattung des SWR verdichtet. Eine Konsequenz dieser insgesamt achten Verschiebung des Eröffnungstermins von Stuttgart 21 muss sein, dass die Kappung der Gäubahn jetzt ebenfalls verschoben werden muss.
Neun Oberbürgermeister entlang der Gäubahn haben am 27. Februar 2026 folgende Erklärung unterzeichnet und veröffentlicht, deren Argumentation wir uns anschließen:
„Angesichts der erneuten Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 fordern die Oberbürgermeister der Städte entlang der Gäubahn, dass die Gäubahn mindestens bis zur tatsächlichen Eröffnung des Tiefbahnhofs weiterhin direkt an den Stuttgarter Kopfbahnhof angebunden bleibt.
Eine vorzeitige Kappung der bestehenden Verbindung ist aus Sicht der Kommunen nicht akzeptabel. Die Fahrgäste entlang der Gäubahn sind bereits heute durch Baustellen, Verspätungen und wiederkehrende Einschränkungen erheblich belastet. Ein zusätzlicher Umstieg würde die Situation weiter verschärfen und das Vertrauen in die Verlässlichkeit des Bahnverkehrs weiter untergraben.
„Die Menschen entlang der Gäubahn sind seit Jahren gebeutelt – durch Baustellen, Unterbrechungen und immer neue Verzögerungen. Solange der Tiefbahnhof nicht in Betrieb ist, muss zumindest der umsteigefreie Anschluss an den Stuttgarter Kopfbahnhof erhalten bleiben. Alles andere wäre eine zusätzliche Zumutung für Pendlerinnen und Pendler sowie für unsere Wirtschaftsregion.“
Die Gäubahn ist eine zentrale Verkehrsachse für Baden-Württemberg. Sie sichert Mobilität, wirtschaftliche Verflechtungen und Teilhabe. Viele Bürgerinnen und Bürger haben beim Volksentscheid zu Stuttgart 21 auf ein verbessertes Bahnangebot gesetzt. Umso wichtiger ist es jetzt, während der Übergangsphase praktikable und verlässliche Lösungen zu gewährleisten.
Die Oberbürgermeister erwarten daher eine klare, verbindliche Zusage, dass der direkte Anschluss an den Kopfbahnhof bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs aufrechterhalten wird. Verlässlichkeit und Zumutbarkeit für die Bahnkundinnen und Bahnkunden müssen oberste Priorität haben.“
Böblingen, Dr. Stefan Belz (Grüne)
Herrenberg, Nico Reith (parteilos)
Horb, Michael Keßler (CDU)
Konstanz, Uli Burchardt (CDU)
Rottenburg, Stephan Neher (CDU)
Rottweil, Dr. Christian Ruf (CDU)
Singen, Bernd Häusler (CDU)
Tuttlingen, Michael Beck (CDU)
Villingen-Schwenningen, Jürgen Roth (CDU)
Wir halte es für richtig und angemessen, wenn sich auch die Stadt Stuttgart und damit der Oberbürgermeister diesem Appell anschließt.




