„Für uns steht außer Frage, dass die Stuttgarter Oper ganz dringend saniert werden muss. Aber angesichts der Kostenexplosionen und der knappen öffentlichen Kassen können wir jetzt keine milliardenschwere Sanierung planen und umsetzen“, betont die kulturpolitische Sprecherin Guntrun Müller-Enßlin (SÖS).
„Über viele Jahre haben wir uns als Fraktion vehement dafür eingesetzt, dass bei der Opernsanierung verschiedene Varianten geprüft und zur Abstimmung gestellt werden. Dies ist über all die Jahre nicht passiert. Jetzt stehen wir vor der Wahl, dass wir nur ja oder nein zur Sanierung und Interimsoper sagen können. Dabei müsste der Gemeinderat zwischen Variante A und Variante B entscheiden können“, betont Fraktionssprecher Hannes Rockenbauch (SÖS).
„Wir stehen jetzt an einem ganz entscheidenden Punkt, an dem wir eine Auswahl an Varianten brauchen. Für uns ist der dauerhafte Standort der Oper an den Wagenhallen eine Möglichkeit, bei der Sanierung des Littmann-Baus einen möglicherweise hohen dreistelligen Millionenbetrag einsparen zu können“, so Guntrun Müller-Enßlin weiter. „Angesichts der Kostenexplosion und der städtischen Finanzlage sehen wir die Gefahr, dass die gesamte Opernsanierung zur Disposition gestellt wird. In Düsseldorf wurden das Projekt Opernsanierung jüngst aus Geldnot heraus abgeblasen“, warnt Müller-Enßlin.
„Wir brauchen eine stadtverträgliche Sanierung der Oper am Eckensee, die uns den Raum für die Umgestaltung der B14 lässt. Kreuzbühne und riesige Kulissengebäude passen an den Standort nicht. Deshalb wollen wir eine behutsame Sanierung des Littmann-Baus – das würde auch massiv Kosten sparen“, so Hannes Rockenbauch weiter.
„Mit unserem Vorschlag einer dauerhaften Oper an den Wagenhallen und einer behutsamen Sanierung des Littmann-Baus am Eckensee ließe sich bei den Investitionskosten sehr viel Geld einsparen – zudem würden weitere benötigte Kapazitäten für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen geschaffen werden“, so Rockenbauch weiter. „Mit unserem Vorschlag knüpfen wir an eine existierende Planung an – die Interimsoper kann mit geringem Mehraufwand zur dauerhaften Spielstätte umgewandelt werden. Der Zeitverlust hierfür würde sich auf wenige Monate beschränken“, so Rockenbauch abschließend.




