Der Wohnflächenbonus für Stuttgart

Wir fragen
• Welche Möglichkeiten hat die Stadt Stuttgart das Landesprogramm Wohnflächenbonus Baden-Württemberg in der Kommune umzusetzen?

Begründung:
Seit Mai 2025 gibt es in Baden-Württemberg den Wohnflächenbonus. Er soll als Anreiz für die Kommunen dienen, freiwilligen Wohnungswechsel zu fördern, Umzugskreisläufe anzustoßen und untergenutzten Wohnraum für eine größere Anzahl von Menschen verfügbar zu machen. Wird eine Kommune dabei aktiv, so dass Mieter*innen durch den Wohnungswechsel innerhalb des Gemeindegebiets ihre Wohnfläche um mindestens 15 Quadratmeter verkleinern, erhalten sie eine Grundprämie in Höhe von 3.000 Euro. Bei höher Reduktion der Grundfläche kann sich die Prämie auf bis zu 7.500 Euro pro Wohnungswechsel erhöhen. Die Prämie ist von der Kommune flexibel verwendbar und somit auch den umziehenden Mieter*innen zugutekommen kann. So könnte die Stadt Stuttgart ein Förderprogramm für Mieter*innen finanzieren, ohne den eigenen Haushalt zu belasten.
Dass Stuttgart ein Problem auf dem Mietwohnungsmarkt hat, ist keine neue Erkenntnis. Stichwort steigende Mieten und hohe Nachfrage. Gleichzeitig steigt die durchschnittliche pro Kopf Wohnfläche in den letzten Jahren. 2024 belief sie sich bei Miethaushalten auf 43m² pro Kopf und bei Eigentumshaushalten auf 60m² pro Kopf. Somit leben oft wenige Personen auf sehr viel Wohnfläche. Gründe dafür können neben Nostalgie auch die Umzugskosten und ausdauernde Suche nach neuem bezahlbarem Wohnraum sein. Oftmals ist der Bezug in einen kleinen Wohnraum mit höheren oder gleichen Mietkosten verbunden, wie in der langjährigen Bestandsmiete. Hier kann das ein Förderprogramm der Kommune ansetzten, in dem sie den Mieter*innen hilft, einen kleineren, aber auch bezahlbaren Wohnraum zu finden und durch die Prämie bei den Umzugskosten unterstützen. Die Stadt Stuttgart soll darlegen, welche Möglichkeiten sie sieht den Wohnflächenbonus in Stuttgart anzuwenden.

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