Der Rückgang der Einwohner*innenzahlen und der Glücksatlas sprechen eine deutliche Sprache: Stuttgart verliert an Attraktivität und das trotz strukturell guter Voraussetzungen. „Wir sehen in erster Linie den Oberbürgermeister in der Verantwortung dafür zu sorgen, dass die strukturellen Probleme endlich angegangen werden“, betont Fraktionssprecher Hannes Rockenbauch (SÖS)
Rückgang der Einwohner*innenzahlen
„Seit dem Amtsantritt des Oberbürgermeisters haben tausende Menschen die Stadt verlassen – das ist auch ein Ergebnis der Untätigkeit des Oberbürgermeisters, die wichtigen Themen der Stadt anzugehen. Trotz der weiterhin stark sinkenden Bevölkerungszahl steigen die Angebotsmieten einfach immer weiter. Das ist Ausdruck eines defekten Wohnungsmarkts – hier ist der Oberbürgermeister in der Pflicht, alle Maßnahmen zu ergreifen, diesen kaputten Wohnungsmarkt in Ordnung zu bringen. Der Oberbürgermeister kuschelt aber lieber mit Investor*innen, eröffnet Feste und feiert Fasching, anstatt sich um die essenziellen Belange der Stadt zu kümmern“, sagt Johanna Tiarks.
Symbol der Untätigkeit des Oberbürgermeisters: Das EnBW Areal am Stöckach
„Am Stöckach auf dem EnBW Areal herrscht seit knapp drei Jahren totaler Stillstand – hier könnten 800 bezahlbare Wohnungen vorwiegend im Bestand entwickelt werden. Die Verwaltungsspitze zeichnet sich hier aber durch eine skandalöse Untätigkeit aus, anstatt dafür zu sorgen, dass hier endlich bezahlbare Wohnungen entstehen“, betont Hannes Rockenbauch.
Der Glücksatlas: Stuttgarter Bevölkerung unglücklicher unter OB Nopper
Im aktuellen Glücksatlas, einer wissenschaftlichen Studie der Uni Freiburg im Auftrag der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL), rangiert die Stadt Stuttgart im bundesweiten Vergleich auf Platz 19. Sie wird als „Underperformer“ geführt. In diese Kategorie fallen laut Studie Städte, welche folgende Kriterien erfüllen: Hohe Angebotsmieten, hoher Anteil an Einpersonenhaushalten, hohe Staudichte, starke Luft- und Lärmverschmutzung und ungleiche Glücksverteilung. Die Autoren der Studie geben an: „Obwohl die Stadt wirtschaftlich stark ist, eine geringe Arbeitslosenquote aufweist und insgesamt gute Lebensbedingungen bietet, spiegelt sich dies nicht im Glücksniveau der Bevölkerung wieder. Die Lebenszufriedenheit liegt deutlich unter dem, was angesichts der objektiv messbaren Umstände zu erwarten wäre.
Ein wesentlicher Grund dafür sind die hohen Mietpreise, eine unterdurchschnittliche Umweltqualität sowie ein Mangel an Grünflächen – Faktoren, die das Wohlbefinden der Einwohner*innen spürbar beeinträchtigen.“
„Wir haben einen Oberbürgermeister in Stuttgart, der die strukturellen Probleme in dieser Stadt nicht angeht. Nicht umsonst wurde er jüngst als Absteiger der Woche betitelt. Unter der Führung von Oberbürgermeister Nopper sind die Stuttgarter*innen unglücklicher geworden – wir sehen die wesentlichen Gründe in der Untätigkeit des Oberbürgermeisters. Anstatt das Leben für alle in Stuttgart zu verbessern, treibt sich der Oberbürgermeister lieber auf Festen herum, führt rückwärtsgewandte Debatten wie bei Tempo 30 und sorgt nicht dafür, dass die Stadtverwaltung funktioniert – Stichwort Ausländeramt, Bürgerbüros, Kfz-Zulassungsstelle und Baurechtsamt“, so Hannes Rockenbauch abschließend.



