Bleihaltiges Trinkwasser

Giftiges Blei im Trinkwasser – davon sind Mieter*innen von 86 Wohnungen in Zuffenhausen betroffen. Die Vermieterin, die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) ist seit Mai 2024 darüber informiert, dass die Bleibelastung oberhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegt.

Trotz unterschiedlicher Maßnahmen der SWSG, ist bis heute eine Bleibelastung des Wassers in den Wohnungen vorhanden. Dies führt dazu, dass die Mietenden dieses Wasser nicht trinken und auch nicht für die Zubereitung von Getränken und Speise verwenden können.

Die SWSG mutet ihren Mieter*innen in Zuffenhausen seit über zwei Jahren eine Situation zu, die einfach nicht akzeptabel ist. Viele ältere Menschen mussten schwere Wasserflaschen über einen langen Zeitraum in ihre Wohnungen tragen – bis in den 5. Stock, da es keinen Aufzug gibt. Hier wird die SWSG ihrer sozialen Verantwortung überhaupt nicht gerecht. Erst als der Fall beim SWR und der Stuttgarter Zeitung bekannt wurde, hat die SWSG nun Leitungen für eine Trinkwasserversorgung in die einzelnen Stockwerke verlegt.

Bisher hat die SWSG eine Mietminderung von gerade einmal zehn Prozent den Mietenden gewährt. Hier liegt ein gravierender Mietmangel vor – hier erwarten wir von der SWSG, dass sie großzügiger ist. Die SWSG ist aus unserer Sicht auch in der Pflicht, die betroffenen Mieter*innen angemessen zu entschädigen.

Nun plant die SWSG eine Strangsanierung für die betroffenen Wohnungen. Dies dauert aber auch seine Zeit. Die SWSG rechnet damit, im September mit den Arbeiten beginnen zu können, die dann voraussichtlich Mitte 2027 abgeschlossen sein werden.

 

Teilen